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SIEGE WERDEN IM STALL ERRUNGEN 

Pferdegerecht: Die Mehrraum-Einzelhaltung in der Paddockbox

 

Jedem Ross seine Veranda

Viele Stallarchitekten und Pferdebesitzer messen dem vorgebauten Paddock in Einzelhaltung, der aus Platzgründen manchmal nicht viel tiefer als die Box selbst angelegt werden kann, relativ wenig Bedeutung bei. Eine voreilige Abwertung. Er kann selbstverständlich weder die notwendige Bewegung unter dem Reiter noch den Freilauf auf großzügigen Weiden oder Paddocks ersetzen - aber als Erweiterung der Box sind die Vorteile so immens, dass es sich lohnt, jede verfügbare Platzreserve auszureizen. Vor allem für Pferde, die nicht über einen persönlichen Butler verfügen. Denn die private Veranda ist einem größeren, aber separat liegenden Auslauf, der nur sporadisch genutzt wird, in vielen Punkten überlegen.

"den vollständigen Text  können Sie im Buch 'Siege werden im Stall errungen', FNverlag" lesen. www.fnverlag.de

Freie Wahl für Pferde: Drinnen oder draußen?

Dem Pferd steht es jederzeit frei, sich aus dem Auslauf in den Schutz des Stalles zurückzuziehen. Damit entfallen schon mal zwei Arbeitsgänge: Das Heraus- und Hereinbringen des Tieres bei unsicherem oder schlechtem Wetter, wenn man nicht weiß, ob es hält oder nicht, beziehungsweise das Herausstellen des Pferdes für eine so kurze Zeit, dass es sich eigentlich nicht lohnt. In einem Monat läppern sich so etliche Stunden zusammen, die das Pferd sonst im Stall verbringen würde. Speziell im Winterhalbjahr wird durch die kontinuierlichen Ausflüge nach draußen die Thermoregulation erheblich verbessert.

Vorteile hat der angeschlossene Kleinauslauf aber auch im Sommer, denn viele Pferde vertragen pralle Sonne sehr viel schlechter als Kälte oder Wind. Der Grund, warum ganztägige Weidepferde auch im Sommer unbedingt einen Unterstand brauchen, wenn kein natürliches Gehölz als eingeschränkter Wetterschutz vorhanden ist.  „Berücksichtigt werden sollte außerdem“ meint Jochen Schumacher,  „dass sich überall, wo helles Licht und Wärme ist, auch gerne Ungeziefer aufhält. Gerade für ekzemanfällige und empfindliche Pferde wäre deshalb im Sommer ein schattiger kühler, aber luftiger Stall begrüßenswert. Und den kann man solchen Pferden in dieser Kombination eben bieten.

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Im Schutz der Herde Gelassenheit trainieren

Damit sind die Vorteile der Kleinausläufe aber nicht erschöpft. Denn sie trainieren die Gelassenheit der Tiere fast noch effizienter als die großen Ausläufe. Erstens, weil das Pferd im Schutzbereich der Herde bleibt.

Zweitens arbeitet die Zeit für den Reiter. Denn weil Pferde noch neugieriger als Katzen sind (was eigentlich kaum möglich ist), halten sich die Tiere tatsächlich sehr viel draußen auf. Damit setzen sie sich den größten Teil des Tages mit vielfältigen Umgebungsreizen auseinander, speichern sie fast beiläufig als ungefährlich ab und werden obendrein viel wirkungsvoller als mit jedem in der Box aufgehängten Spielzeug von ihrer Langeweile abgelenkt.

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Kot, der draußen fällt, kann drinnen nicht die Streu verschmutzen

Dazu kommt, dass alles, was das Pferd an Hinterlassenschaften draußen fallen lässt, drinnen weder die Einstreu verschmutzen noch die Luft verpesten kann. Leider gilt das nur für das Abkoten, wo uriniert wird, hängt vom Boden ab.

Oft werden verfüllte Rasengittersteine oder Paddockgitter nur mit einer knappen Tretschicht abgedeckt oder Verbundpflaster übersandet, damit die Tiere bei Nässe oder Frost nicht rutschen. Dieser fehlende Komfort ist bei Reitpferden, die regelmäßig in der Halle oder auf dem Reitplatz bewegt werden, aber sogar ein Vorteil. Denn obwohl der feste Untergrund weder zum Wälzen noch Stallen einlädt, aktiviert er den Hufmechanismus und unterstützt den Rückfluss des Blutes zum Herzen wirksamer als eine weiche Tretschicht und verbessert außerdem die Versorgung der problematischen Sehnen, Bänder und Gelenke. Erfahrungsgemäß gehören in befestigten Kleinausläufen, trotz der eingeschränkten Bewegung, angelaufene Beine schnell der Vergangenheit an.

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Zwei links, zwei rechts, eins fallen lassen — das Pferd grast wie auf einer artenreichen Weide: Die Heu-Sparraufe

Steigern lassen sich die positiven Auswirkungen, wenn das Raufutter nicht offen in die Box, sondern in Sparraufen vorgelegt wird. Ihr Nutzen besteht darin, dass das Pferd seine Nase nicht mehr herzhaft in den Stroh- oder Heuhaufen hineinwühlen kann, sondern die einzelnen Halme zwischen Gitterstäben herauszupfen muss.

Single-Suite mit Selbstbedienung: Automatische Fütterung

Durchsetzen konnte sich in Einzelhaltung hauptsächlich das Kraftfutter- Dosiergerät. Bei der hier beschriebenen Bewegungsanimation ist es sogar die Sahne auf dem Kuchen. Denn dem Häppchen Hafer, Pellets oder Müsli, die das Gerät alle naselang ausspuckt, kann ein gesundes Pferd kaum widerstehen. Und damit kommt ein weiterer Impuls ins Spiel.

Es surrt und rieselt: Aha, es gibt was Besseres!

Das Pferd pendelt; wie gehabt, zwischen Raufutter und Tränke - ein leises Surren, und es rieselt. Aha, es gibt was Besseres!  Die Ohren gespitzt und zurück in den Stall. Ist der Zahnfüller verputzt, gibt‘s hier im Moment aber nichts zu holen. Also erneut zur Raufe an Stroh und Heu rumnibbeln, zurück zur Tränke oder sich anderweitig die Zeit vertreiben, bis es wieder surrt und rieselt. Nach kurzer Zeit kennt das Ross die einprogrammierten Zeiten so genau, dass es pünktlich vor der Krippe steht  und bewegt sich dafür freiwillig noch ein wenig mehr. Spätestens jetzt hat man die Fütterung bestens im Griff:
Kraft- und Raufutter befinden sich in einem ausgewogenen Mischungsverhältnis und werden optimal verdaut. Durch die kontinuierlichen kleinen Futtermengen entfallen die Ruhezeiten nach dem Fressen, auf die der Reiter Rücksicht nehmen muss. Theoretisch kann das Pferd jederzeit geritten werden. Futterneid und aggressives Drohen verlieren sich weitgehend. Es gibt ja keinen Grund mehr, den Giftnickel heraushängen zu lassen. Das ist ein weiteres Plus für die Verdauung und senkt den Stresspegel auf Null.

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Fazit der Paddockboxenhaltung mit automatischer Fütterung:

Der Reiter hat  sein Pferd doch jetzt genau da, wo er es haben wollte. Der Kleinauslauf ersetzt zwar nicht das Training, aber durch das Zusammengreifen aller Mechanismen – mehrmalige Fütterung, Bewegungs- und Sichtanreize, Sozialkontakt zu anderen Pferden und der vielstündige Aufenthalt in frischer Luft - bringt sich das Tier selbst in eine so gute Grundverfassung, dass es tatsächlich ausreicht, das Pferd nur einmal täglich zu bewegen. Sofern der Reiter nicht gerade für den Hochleistungssport trainiert, sich auf einen Wanderritt vorbereitet, Vielseitigkeit oder Endurance im Sinn hat. „Aktive Gesundheit“, lautet eine der schönsten Passagen von Werner Majer in „Pferdefreundliche Betriebe“, „lässt sich beschreiben als Gegenstück zu passiver Gesundheit, die lediglich als Fehlen von Krankheit betrachtet werden muss; aktive Gesundheit ist die Fähigkeit, mit Störungen selbst fertig zu werden,“ Dieses Ziel ist erreicht. Mit einem Minimum an Personalaufwand und trotz Einzelhaltung.

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